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Levina

Levina ist ein hormonelles Medikament zur Schwangerschaftsverhütung, welches oral eingenommen wird. Es enthält zwei verschiedene Hormone und wird daher in die Kategorie der kombinierten Pillen eingeordnet. Kombinierte Pillen machen sich durch den Einsatz zweier verschiedener Hormone diverse Verhütungsmechanismen zu Nutze und gelten bei der Empfängnisverhütung als sehr sicher. Aufgrund der Wirkungszusammensetzung, sprich dem Einsatz des Gestagens Levonorgestrel, gilt Levina als Pille der zweiten Generation.


 

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Über

Levina

Levina ist ein hormonelles Kontrazeptivum, welches umgangssprachlich lediglich als ‘Pille’ bezeichnet wird. Bei Levina handelt es sich um eine Pille der zweiten Generation, da das Gestagen Levonorgestrel verwendet wird. Im Unterschied zu Pillen der ersten Generation, enthält es eine geringere Menge an Östrogen, jedoch beide Hormone in der gleichen Konzentration.

Levina wirkt durch die beiden enthaltenen Hormone auf zwei verschiedene Arten. Das synthetische Gestagen Levonorgestrel wirkt einer ungewollten Schwangerschaft entgegen, indem es die schwangerschaftsvorbereitende Wirkung der Gebärmutterschleimhaut hemmt. Zusätzlich verdickt es das Sekret des Gebärmutterhalses, wodurch männliche Spermien nicht zur Gebärmutter gelangen können. Das enthaltene Östrogen Ethinylestradiol ist verwandt mit dem natürlichen weiblichen Östrogen. Es unterdrückt die Reifung des Eis im Eierstock und hemmt gleichzeitig den Eisprung.

Bitte beachten Sie, dass Levina als hormonelles Medikament zwar einer Schwangerschaft vorbeugt, allerdings nicht vor Geschlechtskrankheiten wie HIV-Infektionen oder Hepatitis C schützt.

Wirkstoff

Die beiden aktiven Wirkstoffe in Levina sind Levonorgestrel, ein synthetisches Gestagen, sowie Ethinylestradiol, ein Östrogen. Dabei sind 0,1 mg des Gestagens enthalten, sowie 0,02 mg des Östrogens. Des Weiteren sind enthalten: Laktose-1-Wasser, Maisstärke, Gelatine, Magnesium stearat, Hypromellose, Macrogol 4000 sowie Titandioxid.

Beachten Sie, dass Levina Laktose enthält. Sollten Sie laktoseintolerant sein, oder an einer schweren Zuckerkrankheit leiden, ist Levina allenfalls zu meiden.

Dosierung

Die Dosierung beträgt, wie bei allen Kombinationspillen, eine Tablette pro Tag. Nehmen Sie die Pille möglichst zur gleichen Tageszeit ein, um die Wirksamkeit zu maximieren. Die Pille wird über 21 Tage eingenommen, worauf eine siebentägige Hormonpause folgt. In diesen Tagen nehmen Sie keine Pille zu sich. Dieser Rhythmus soll dem Körper den natürlichen Hormonzyklus simulieren. In den sieben Tagen Hormonpause ist der Empfängnisschutz ebenfalls gewährleistet. In dieser Zeit kommt es zu sogenannten Abbruchsblutungen, da dem Körper keine Hormone zugefügt werden. Der Hormonspiegel ist allerdings hoch genug, um weiterhin eine Schwangerschaft zu verhindern. Beachten Sie, dass sich die Abbruchsblutung von einer natürlichen Menstruation unterscheidet und daher nicht zwingend bedeutet, dass Sie nicht schwanger sind.

Beginnen Sie mit der Einnahme von Levina am ersten Tag ihres natürlichen Monatszyklus. Dies gilt insbesondere, falls Sie zuvor keine hormonelle Verhütungsmethode angewendet haben. Sollten Sie von einer anderen kombinierten Pille auf Levina umsteigen, beginnen Sie mit der Einnahme von Levina direkt am Tag nach der letzten Einnahme des anderen Medikaments. Falls Sie zuvor eine Minipille verwendet haben, können Sie zu jedem beliebigen Zeitpunkt mit der Einnahme von Levina beginnen.

Nebenwirkungen

Leider können bei der Einnahme von Levina, wie bei jedem anderem Medikament, Nebenwirkungen auftreten.

Die häufigsten Nebenwirkungen sind Gewichtszunahme, Kopfschmerzen, Schwindel, Spannungen oder Schmerzen in der Brust, Übelkeit, Gemütsveränderungen, Unterleibsschmerzen oder Zwischenblutungen.

Gelegentlich kann es zu einer Veränderung des Appetits kommen, zu Migräne, Durchfall, einer Vergrößerung der Brust, Juckreiz oder Ausschlägen und einem Ausbleiben der Monatsblutung.

Selten kommt es zu einer Veränderung des Sexualtriebs, zu Überempfindlichkeitsreaktionen (vor allem auch beim Tragen von Kontaktlinsen), zu einem Blutdruckanstieg, zu einer Veränderung des Scheidenausflusses, zu einer Veränderung des Hautbildes oder zu Scheidenpilzen. Außerdem kann es selten zu arteriellen Krankheiten wie einer Lungenembolie, einer Venenthrombose oder einem Schlaganfall führen.

Fragen & Antworten

Ist Levina rezeptpflichtig?

Ja. Levina ist ein rezeptpflichtiges Medikament und sollte nicht ohne ärztliche Beratung eingenommen werden. Für die Ausstellung eines Rezepts füllen Sie unseren Online-Fragebogen aus. Einer unserer Ärzte wird diesen Fragebogen professionell auswerten und Ihnen gegebenenfalls ein Rezept ausstellen.

Wer sollte Levina nicht einnehmen?

Unterbrechen Sie die Einnahme von Levina, sofern Sie schwanger sind oder eine Schwangerschaft vermuten. Außerdem meiden Sie Levina bitte unbedingt, sofern Sie gegen einen der Inhaltsstoffe allergisch reagieren. Des Weiteren sollten Sie unter allen Umständen auf Levina verzichten, sofern eine Vorgeschichte von Blutgerinnseln, einem Herzinfarkt oder einem Schlaganfall besteht.

In folgenden Situationen sollte Levina ebenfalls bestmöglich gemieden werden: bei starken Migränen, schweren Zuckerkrankheiten, Entzündungen der Bauchspeicheldrüse, Lebererkrankungen, Brust- oder Gebärmutterhalskrebs, oder nicht geklärten Scheidenblutungen.

Was geschieht, sollte ich die Einnahme einmal vergessen?

Falls weniger als zwölf Stunden seit der vergessenen Einnahme vergangen sind, können Sie die Einnahme nachholen, ohne dass der Verhütungsschutz beeinträchtigt wird. Sind mehr als zwölf Stunden vergangen, sollten Sie die vergessene Pille trotzdem einnehmen, sofern Sie sich in den ersten sieben Tagen des Zyklus befinden – allerdings ist hier ein erhöhtes Risiko für eine Schwangerschaft zu beachten, weshalb Sie zusätzlich ein Kondom verwenden sollten. Sollten Sie sich dem Ende ihres Zyklus neigen, können Sie die Einnahme auch vorzeitig abbrechen und mit der hormonfreien Phase beginnen. Anschließend können Sie die Einnahme wie gewohnt fortführen.

Hilft Levina gegen Akne?

Levina ist keine der Pillen, die bewusst auch zur Bekämpfung von Akne eingesetzt werden, da es keinen Stoff enthält, der gezielt gegen Testosteron vorgeht. Es kann in seltenen Fällen zu einer Reduktion von Akne führen, allerdings ist auch eine Zunahme von Akne als Nebenwirkung bekannt.

Kann ich Levina mit anderen Medikamenten kombinieren?

Die Kombination von Levina und gewissen Medikamenten kann die Wirksamkeit von sowohl Levina, wie gegebenenfalls auch der anderen Medikamente reduzieren. Dazu gehören insbesondere Medikamente zur Behandlung von Epilepsie, HIV- und Hepatitis C-Infektionen, Tuberkulose, oder erhöhtem Blutdruck. Ebenfalls können gewisse Antibiotika und Medikamente, welche Johanniskraut enthalten, die Wirksamkeit von Levina beeinträchtigen.

Besteht ein erhöhtes Thromboserisiko?

Levina ist eine Pille der zweiten Generation. Diese Generation zeichnet sich durch ein verhältnismäßig geringes Thromboserisiko aus. Obwohl auch bei Levina das Thromboserisiko höher ist als bei Frauen, welche auf hormonelle Verhütung verzichten, ist es im Vergleich mit Pillen der dritten und vierten Generation gering. Bei Frauen, welche auf die Pille verzichten, kommt es statistisch gesehen zu zwei Fällen Thrombose pro 10.000 Frauen und Jahr. Bei Frauen, welche mit dem Gestagen Levonorgestrel verhüten, kommt es zu fünf bis sieben Fällen pro 10.000 Frauen und Jahr. Das Risiko einer Thrombose ist daher erhöht. Allerdings ist es im Gegensatz zu anderen Gestagenen (9-12 Fälle) immer noch sehr gering.

Letztlich ist zu beachten, dass Frauen mit gewissen Risikofaktoren ein höheres Thromboserisiko aufweisen. Zu diesen Faktoren gehören Rauchen, Übergewicht, eine Vorgeschichte arterieller Erkrankungen sowie ein Alter über 35 Jahre. Falls Sie in eine dieser Risikokategorien fallen, ist es allenfalls ratsam, eine andere Verhütungsmethode anzuwenden.

Kann ich Levina auch ohne hormonfreie Phase einnehmen?

Levina kann durchgenommen werden, sprich es kann ohne hormonelle Phase eingenommen werden, falls man die Periode verzögern möchte. Insbesondere Frauen, die an Menstruationsbeschwerden leiden, schätzen diese Option sehr. Allerdings sollten Sie spätestens nach drei Monaten eine siebentägige Pause einlegen.

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