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Ethinylestradiol / Levonorgestrel

Ethinylestradiol / Levonorgestrel 0,02/0,1 mg ist ein hormonelles Medikament zur Schwangerschaftsverhütung, welches in der Zusammensetzung der Pille Leona ähnelt. Ethinylestradiol / Levonorgestrel 0,02/0,1 mg ist ein Generikum und folglich wie das Original eine Kombinationspille. Kombinierte Pillen machen sich durch den Einsatz zweier verschiedener Hormone (ein Östrogen, hier Ethinylestradiol, sowie ein Gestagen, hier Levonorgestrel) diverse Verhütungsmechanismen zu Nutze und gelten bei der Empfängnisverhütung als sehr sicher.

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Über

Ethinylestradiol/Levonorgestrel

Ethinylestradiol/Levonorgestrel ist eine Antibabypille, welche aufgrund der Wirkstoffzusammensetzung auch als Kombinationspille bezeichnet wird. Diese Pille ist in der Zusammensetzung der Pille Leona sehr ähnlich. Es handelt sich dabei um ein Generikum der Leona. Generika sind im Preis günstiger, unterscheiden sich aber sonst lediglich durch gewisse Hilfsstoffe vom Original. Dabei verhütet auch das Generikum genau so sicher wie das Original.

Ethinylestradiol/Levonorgestrel verwendet sowohl ein Östrogen wie auch ein Gestagen, um einer ungewollten Schwangerschaft vorzubeugen. Östrogen und Gestagen werden synthetisch hergestellt und sind den natürlichen weiblichen Sexualhormonen nachempfunden. Die Hormondosierung von Ethinylestradiol/Levonorgestrel ist relativ niedrig, was Nebenwirkungen vorbeugen soll. Trotz dieser niedrigen Dosierung ist Ethinylestradiol/Levonorgestrel ein sehr zuverlässiges Medikament und schützt zu 99% vor ungewollten Schwangerschaften. Beachten Sie, dass hormonelle Verhütungsmittel Sie nicht vor sexuell übertragbaren Krankheiten schützen.

Die beiden enthaltenen Hormone bieten zweifachen Schutz vor einer Schwangerschaft. Das Gestagen sorgt dafür, dass der Transport der Spermien erschwert wird, und sie dadurch nicht zur Gebärmutter gelangen können. Außerdem wird das Wachstum der schwangerschaftsvorbereitenden Gebärmutterschleimhaut gehemmt. Das Östrogen hemmt primär die Reifung des Eis im Eierstock. Zudem werden die Hormone gehemmt, welche den Eisprung auslösen. Durch diese Kombination wird eine Schwangerschaft zuverlässig verhindert.

Ethinylestradiol/Levonorgestrel ist ein rezeptpflichtiges Präparat. Sollten Sie ein Rezept wünschen, können Sie unseren Online-Fragebogen ausfüllen.

Wirkstoff

Als Kombinationspille verwendet Ethinylestradiol/Levonorgestrel zwei verschiedene Wirkstoffe. Einerseits ist das synthetische Östrogen Ethinylestradiol enthalten (0,02 mg), andererseits das synthetische Gestagen Levonorgestrel (0,1 mg). Neben den aktiven Wirkstoffen enthält Ethinylestradiol/Levonorgestrel einige Hilfsstoffe. Diese sind Lactose-Monohydrat, Magnesiumstearat (Ph.Eur.) [pflanzlich], Maisstärke, Povidon K 25, Talkum, Calciumcarbonat, Carnaubawachs, Macrogol 6000, Povidon K 90 und Sucrose.

Bei einer Laktoseintoleranz ist Vorsicht geboten. Dasselbe gilt für eine schwere Zuckerkrankheit. Wenden Sie sich in diesem Fall an einen Arzt.

Dosierung

Ethinylestradiol/Levonorgestrel wird einmal täglich zu jeweils einer Tablette eingenommen. Idealerweise sollten Sie Ethinylestradiol/Levonorgestrel stets zur selben Tageszeit einnehmen. Ethinylestradiol/Levonorgestrel ist ein Einphasenpräparat, folglich enthält jede Tablette dieselbe Wirkstoffmenge. Sie wird 21 Tage lang genommen, in Pfeilrichtung entsprechend den Wochentagen. Nach Ablauf dieser 21 Tage erfolgt eine 7-tägige Hormonpause. In dieser Zeit kommt es zu Abbruchblutungen, die dem weiblichen Zyklus nachempfunden sind. Beginnen Sie am achten Tag wieder mit der Einnahme der Pille.

Nebenwirkungen

Kein Medikament ist frei von Nebenwirkungen. Obwohl Ethinylestradiol/Levonorgestrel aufgrund der niedrigen Östrogendosierung als besser verträglich gilt, kann es auch bei dieser Pille zu Nebenwirkungen kommen. Die am häufigsten auftretenden Nebenwirkungen sind Kopfschmerzen, Unterleibsschmerzen, Schwindel, Sehstörungen, Übelkeit, Stimmungsschwankungen oder Nervosität, Brustschmerzen, Akne oder Gewichtszunahme.

Gelegentlich kann es zu einer Veränderung des Appetits kommen, einer Veränderung des Sexualtriebs, Migräne, Haarausfall, Bauchkrämpfen oder Durchfall.

Selten können eine allergische Reaktion auftreten, ein erhöhter Blutzuckerspiegel, eine Abnahme des Folsäure-Spiegels, Gewichtsverlust, Hautrötungen oder eine Kontaktlinsenunverträglichkeit.

Sehr selten kann es auch zu einer Thrombose kommen. Das Risiko für eine Thrombose ist für alle Antibabypillen erhöht. Die Kombination, wie sie Ethinylestradiol/Levonorgestrel verwendet, gilt jedoch aufgrund der niedrigen Östrogendosierung und des verwendeten Gestagens als relativ sicher im Vergleich zu anderen Antibabypillen.

Fragen & Antworten

Wer sollte Ethinylestradiol/Levonorgestrel nicht einnehmen?

Nehmen Sie Ethinylestradiol/Levonorgestrel nicht ein, sofern Sie allergisch gegen einen der Inhaltsstoffe reagieren. Außerdem sollten Sie Ethinylestradiol/Levonorgestrel stets meiden, sofern Sie in der Vergangenheit eine Thrombose, einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall erlitten, sofern Sie ungeklärte vaginale Blutungen haben, an Blutgerinnungsstörungen leiden, eine entzündete Bauchspeicheldrüse haben oder auch bei östrogenabhängigen Tumoren. Letztlich sollten Sie Ethinylestradiol/Levonorgestrel ebenfalls nicht einnehmen, sofern Sie an Migräne mit Aura-Erscheinungen leiden.

Besondere Vorsicht ist ebenfalls geboten, sofern Sie an Diabetes leiden, oder an einem sehr hohen Blutdruck oder Blutfettwert. Falls eine dieser Merkmale auf Sie zutrifft, besprechen Sie gegebenenfalls Alternativen zu Ethinylestradiol/Levonorgestrel mit Ihrem Arzt.

Kann ich Ethinylestradiol/Levonorgestrel während der Schwangerschaft einnehmen?

Nein. Setzen Sie Ethinylestradiol/Levonorgestrel ab, sofern Sie schwanger sind oder eine Schwangerschaft vermuten. Die Inhaltsstoffe können dem ungeborenen Kind schwerwiegende Schäden zufügen. Ebenfalls sollten Sie während der Stillzeit auf Ethinylestradiol/Levonorgestrel verzichten.

Was geschieht, sollte ich die Einnahme einmal vergessen?

Nehmen Sie die Einnahme so schnell wie möglich nach. Falls weniger als 12 Stunden seit der vergessenen Einnahme vergangen sind, ist die verhütende Wirkung des Medikaments weiterhin gegeben. Ist jedoch mehr Zeit vergangen, sollten Sie unbedingt eine zusätzliche Verhütungsmethode wie etwa ein Kondom verwenden, um einer ungewollten Schwangerschaft vorzubeugen.

Beachten Sie, dass Erbrechen oder Durchfall innerhalb von ca. vier Stunden nach der Einnahme einem Vergessen der Tablette gleichkommt. Falls dies bei Ihnen eintritt, sollten Sie unbedingt eine weitere Tablette einnehmen, um die verhütende Wirkung aufrechtzuerhalten. Außerdem ist es auch hier ratsam, zusätzlich ein Kondom zu verwenden.

Kann ich Ethinylestradiol/Levonorgestrel mit anderen Medikamenten kombinieren?

Die Kombination mehrerer Medikamente kann negative Auswirkungen und unerwünschte Interaktionen haben. Besprechen Sie mögliche Konsequenzen mit einem Arzt, falls Sie mehrere Medikamente einnehmen müssen. Unter Umständen kann sich die Wirkung von Ethinylestradiol/Levonorgestrel und anderen Medikamenten gegenseitig abschwächen.

Kann ich mit Ethinylestradiol/Levonorgestrel meine Monatsblutung verschieben?

Ja. Monatsblutungen können im Alltag störend sein. Falls Sie Ihre Regel einmal verschieben möchten, können sie nach Ablauf der 21 Tage die hormonfreie Phase überspringen und direkt mit der nächsten Packung beginnen. Dadurch können Sie Ihre Periode verschieben. Beachten Sie, dass es unter Umständen zu Zwischenblutungen kommen kann. Nach dem Beenden der zweiten Packung sollten Sie eine siebentägige Hormonpause einlegen und danach gewohnt wieder mit der Einnahme fortfahren.

Weshalb sind Generika günstiger zu erhalten als das Original?

Originalpräparate nutzen meist Stoffe und Zusammensetzungen, die vor der Verwendung zuerst untersucht und deren Wirkung erst erforscht werden mussten. Dies kostete Zeit und Geld. Generika können diesen Prozess überspringen, da sie sich die Studien der Originalpräparate zu Nutze machen können. Somit sind die Produktionskosten niedriger, was auch den Preis des Produktes senkt.

 

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