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Trinordiol Dragee (Trigoa)

Die Antibabypille kann in unterschiedlichen Dosierungen vorliegen. Dies bedeutet, dass sie sowohl in Ein- sowie in Dreiphasenpräparaten vorhanden sind. Eines der sogenannten Dreiphasenpräparate ist Trinordiol Dragee. Hier beinhaltet die Pille drei verschiedene Dosierungen, was den weiblichen Zyklus imitieren und somit Menstruationsbeschwerden lindern soll. Beachten Sie, dass diese verschiedenen Dosierungen stets in der richtigen Reihenfolge eingenommen werden müssen. Durch den Einsatz zweier verschiedener Hormone gilt Trinordiol als Kombinationspille.

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Über

Trinordiol Dragee

Trinordiol ist ein hormonelles Medikament zur Empfängnisverhütung, welches oral eingenommen wird, sprich eine Antibabypille. Sie verwendet sowohl ein Östrogen als auch ein Gestagen, um einer ungewollten Schwangerschaft vorzubeugen, und gilt somit als Kombinationspille. Beide Hormone werden synthetisch hergestellt und sind den natürlichen weiblichen Sexualhormonen nachempfunden. Die Hormondosierung von Trinordiol ist relativ niedrig, was Nebenwirkungen vorbeugen soll. Trotz dieser niedrigen Dosierung ist Trinordiol ein sehr zuverlässiges Medikament. Pro 1.000 Frauen werden statistisch gesehen weniger als sieben Frauen ungewollt schwanger. Beachten Sie, dass hormonelle Verhütungsmittel Sie nicht vor sexuell übertragbaren Krankheiten schützen.

Die beiden enthaltenen Hormone bieten zweifachen Schutz vor einer Schwangerschaft. Das Gestagen sorgt dafür, dass der Transport der Spermien erschwert wird, und sie dadurch nicht zur Gebärmutter gelangen können. Außerdem wird das Wachstum der schwangerschaftsvorbereitenden Gebärmutterschleimhaut gehemmt. Das Östrogen hemmt primär die Reifung des Eis im Eierstock. Zudem werden die Hormone gehemmt, welche den Eisprung auslösen. Durch diese Kombination wird eine Schwangerschaft zuverlässig verhindert.

Hormonelle Verhütungsmittel wie die Trinordiol haben keinen negativen Einfluss auf Ihre Fruchtbarkeit. Es kann nach dem Absetzen der Pille jedoch eine Weile dauern, ehe Sie schwanger werden, da sich der natürliche Zyklus erst wieder einstellen und sich der Körper an die hormonelle Umstellung gewöhnen muss.

Wirkstoff

Trinordiol enthält zwei verschiedene, aktive Wirkstoffe, ein Gestagen sowie ein Östrogen. Das Gestagen ist Levonorgestrel, das Östrogen Ethinylestradiol. Da Trinordiol ein Dreiphasenpräparat ist, liegen die Pillen in drei unterschiedlichen Wirkstoffzusammensetzungen vor. Entnehmen Sie die Zusammensetzung sowie entsprechende Dosierungshinweise der Rubrik “Dosierung”.

Die übrigen Bestandteile sind Lactose-1-Wasser, Povidon K25, Povidon K90, Magnesiumstearat, Saccharose, Talkum, Macrogol 6000, Calciumcarbonat, Glycerol 85%, Montanglycolwachs, Maisstärke, Titandioxid, Eisen(III)-oxidhydrat, schwarz, und Eisen(III)-oxid.

Beachten, Sie, dass Trinordiol sowohl Laktose als auch Saccharose enthält. Dies ist wichtig für Frauen mit einer Laktoseintoleranz oder einer schweren Zuckerkrankheit.

Dosierung

Trinordiol wird einmal täglich eingenommen, idealerweise jeweils stets zur selben Uhrzeit. Dabei wird sie über 21 Tage hinweg angewendet, worauf eine siebentägige Pause erfolgt. In dieser Zeit kann es zu Abbruchblutungen kommen.

Nehmen Sie Trinordiol genau der Packung entsprechend ein, stets in der angegebenen Pfeilreihenfolge. Als Dreiphasenpräparat enthalten nicht alle Pillen dieselbe Wirkstoffkonzentration, weshalb es umso wichtiger ist, sich an die entsprechenden Wochentage zu halten. Zunächst werden die sechs rotbraunen Tabletten eingenommen, die jeweils 0,05 mg Levonorgestrel und 0,03 mg Ethinylestradiol enthalten. Danach werden die weißen Tabletten eingenommen, die 0,075 mg Levonorgestrel und 0,04 mg Ethinylestradiol enthalten. Letztlich werden die hellgelben Pillen eingenommen, die 0,125 mg Levonorgestrel und 0,03 mg Ethinylestradiol enthalten.

Nebenwirkungen

Für eine vollständige Liste der Nebenwirkungen konsultieren Sie die Packungsbeilage. Die wichtigsten Nebenwirkungen, die allerdings nicht bei allen Anwenderinnen auftreten müssen, sind Kopfschmerzen, Magen-Darm-Beschwerden, depressive Verstimmungen, Brustschmerzen oder -spannen, Migräne sowie Ödeme.

Des Weiteren können Hautausschläge, Brustvergrößerungen, Leberfunktionsstörungen, erhöhte Blutfettwerte sowie ein veränderter Sexualtrieb auftreten.

Zu beachten ist ebenfalls, dass bei der Einnahme von Trinordiol arterielle oder venöse Thrombosen auftreten können. Das Risiko einer Thrombose ist bei der Einnahme jeder Antibabypille erhöht. Das Risiko hängt von der Menge an Östrogen sowie dem enthaltenen Gestagen ab. Trinordiol enthält das als sicher geltende Gestagen Levonorgestrel. Dies bedeutet, dass ca. fünf bis sieben pro 10.000 Frauen eine Thrombose erleiden, die mit Levonorgestrel verhüten, im Vergleich zu lediglich einer bis zwei Frauen, welche nicht-hormonell verhüten. Das Risiko ist somit erhöht, allerdings immer noch relativ gering im Vergleich zu anderen kombinierten Antibabypillen.

Fragen & Antworten

Ist Trinordiol rezeptpflichtig?

Ja. Konsultieren Sie stets einen Arzt, falls Sie mit der Einnahme einer Antibabypille beginnen möchten. Da die Einnahme mit gewissen Risiken verbunden ist, insbesondere bei speziellen Vorerkrankungen, ist ein Gang zum Arzt unausweichlich. Falls Sie ein Rezept wünschen, können sie unseren Online-Fragebogen ausfüllen. Gegebenenfalls wird Ihnen anschließend ein Rezept ausgestellt.

Wer sollte Trinordiol nicht einnehmen?

Nehmen Sie Trinordiol niemals ein, sofern Sie allergisch auf einen der Inhaltsstoffe reagieren. Auch unter anderen Umständen sollten Sie das Medikament auf keinen Fall einnehmen. Dies gilt, falls Sie jemals einen Herzinfarkt, Schlaganfall oder eine Thrombose erlitten haben, falls bei Ihnen ungeklärte vaginale Blutungen vorliegen, bei östrogenabhängigen Tumoren sowie bei einer entzündeten Bauchspeicheldrüse.

Besprechen Sie die Möglichkeit, Trinordiol einzunehmen, mit einem Arzt, falls Sie an einer der folgenden Krankheiten leiden: Epilepsie, Depressionen, Angina pectoris, Diabetes, Lebererkrankungen, Migräne, Bluthochdruck, Morbus Crohn, Colitis Ulcerosa sowie bei einem erhöhten Cholesterinwert.

Kann ich mit Trinordiol Akne vorbeugen?

Trinordiol gehört zur zweiten Generation der Antibabypillen. Obwohl diese eine leicht antiandrogene Wirkung haben, sind sie in der Aknebekämpfung nicht gleich effektiv wie Pillen der dritten und vierten Generation.

Kann ich Trinordiol während der Schwangerschaft einnehmen?

Nein. Setzen Sie Trinordiol ab, sofern Sie schwanger sind oder eine Schwangerschaft vermuten. Die Inhaltsstoffe können dem ungeborenen Kind schwerwiegende Schäden zufügen. Ebenfalls sollten Sie während der Stillzeit auf Trinordiol verzichten.

Was geschieht, sollte ich die Einnahme einmal vergessen?

Nehmen Sie die Einnahme so schnell wie möglich nach. Falls weniger als 12 Stunden seit der vergessenen Einnahme vergangen sind, ist die verhütende Wirkung des Medikaments weiterhin gegeben. Ist jedoch mehr Zeit vergangen, sollten Sie unbedingt eine zusätzliche Verhütungsmethode wie etwa ein Kondom verwenden, um einer ungewollten Schwangerschaft vorzubeugen.

Beachten Sie, dass Erbrechen oder Durchfall innerhalb von ca. vier Stunden nach der Einnahme einem Vergessen der Tablette gleichkommt. Falls dies bei Ihnen eintritt, sollten Sie unbedingt eine weitere Tablette einnehmen, um die verhütende Wirkung aufrechtzuerhalten. Außerdem ist es auch hier ratsam, zusätzlich ein Kondom zu verwenden.

Kann ich Trinordiol mit anderen Medikamenten kombinieren?

Die Kombination mehrerer Medikamente kann negative Auswirkungen und unerwünschte Interaktionen haben. Besprechen Sie mögliche Konsequenzen mit einem Arzt, falls Sie mehrere Medikamente einnehmen müssen. Unter Umständen kann sich die Wirkung von Trinordiol und anderen Medikamenten gegenseitig abschwächen. Dazu gehören insbesondere Medikamente zur Behandlung von Epilepsie, Tuberkulose, Bluthochdruck und HIV sowie bei der Einnahme von Johanniskraut.

 

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