Arterielle Hypertonie und ihre Behandlung

Bluthochdruck: Gibt es verschiedene Arten?

In Industriestaaten sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen die häufigste Todesursache. Eine solche Erkrankung ist arterielle Hypertonie, welche umgangssprachlich auch als Bluthochdruck bezeichnet wird. Arterielle Hypertonie kann unbehandelt schwerwiegende Konsequenzen nach sich ziehen – Menschen mit einem erhöhten Blutdruck weisen ein größeres Risiko für Herzinfarkte oder Schlaganfälle auf.
Es gibt verschiedene Arten von Hypertonie – allgemein steht der Begriff für einen erhöhten Druck. Bei pulmonaler Hypertonie handelt es sich um Lungenhochdruck. Bei arterieller Hypertonie tritt der erhöhte Druck, wie der Name bereits erahnen lässt, in den Arterien auf.

Das Herz ist dafür verantwortlich das Blut im Körper zirkulieren zu lassen. Während dieses Prozesses übt das Blut Druck auf die Gefäßwände aus – dieser Druck wird als Blutdruck bezeichnet. Man unterscheidet dabei zwischen zwei verschiedenen Werten, dem systolischen und dem diastolischen Blutdruck.
 
Der systolische Wert entsteht, wenn das Herz sich zusammenzieht und somit das Blut in die Gefäße und durch den Körper pumpt. Unter dem diastolischen Wert versteht man den Prozess, wenn sich das Herz wieder weitet und mit Blut füllt. Der systolische ist jeweils der höhere und der diastolische der niedrigere Wert.
 
Die normalen Werte für eine erwachsene Person hängen von Größe, Geschlecht sowie Gewicht ab. Als optimaler Blutdruck gelten Werte von 120 mmHg (systolisch)/ 80 mmHg (diastolisch). Jedoch auch etwas höhere Werte können normal sein, solange sie maximal 139 mmHg/ 89 mmHg betragen.

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Gibt es verschiedene Arten von arterieller Hypertonie?

Experten unterscheiden zwischen zwei verschiedenen Arten, der essenziellen (primären) und der sekundären Hypertonie. Die meisten Betroffenen leiden an essenzieller Hypertonie. Bei dieser Form hat der Bluthochdruck keine körperlichen Ursachen, sondern wird in der Regel durch eine unausgewogene Ernährung oder Bewegungsmangel verursacht. Auch Stress oder genetische Faktoren können zu essenzieller Hypertonie führen. Bei einer sekundären Hypertonie hat der Bluthochdruck eine organische Ursache. Es handelt sich dabei um eine Begleiterscheinung von gewissen Medikamenten oder Erkrankungen, wie beispielsweise Nierenerkrankungen, dem Cushing Syndrom oder einer Schilddrüsenüberfunktion.

Eine arterielle Hypertonie ist deshalb so problematisch, weil sie zu Beginn kaum Symptome hervorruft.  Manche fühlen sich sogar fitter und aktiver bei Bluthochdruck. Dadurch bleibt diese ernste Krankheit meist über eine lange Zeit unbemerkt.
 
Manchmal treten Symptome auf. Häufig äußern sich diese bei Betroffenen morgens als Kopfschmerzen im hinteren Bereich des Kopfes. Dies ist oft ein Anzeichen für einen nächtlichen Bluthochdruck. Des Weiteren können Schlafstörungen, Nervosität, Ohrensausen, Schwindel, Nasenbluten, Übelkeit sowie Kurzatmigkeit und Müdigkeit auftreten.
 
Um einen zu hohen Blutdruck festzustellen, müssen die Werte regelmäßig gemessen werden – eine einzige Messung reicht nicht für eine aussagekräftige Diagnose aus. Da der Blutdruck auch aufgrund gewisser Stressfaktoren nur für eine kurze Zeit erhöht sein kann, müssen mehrere Messungen vorgenommen werden, um kurzzeitige Erhöhungen auszuschließen.

 
Was geschieht, falls die Hypertonie unbehandelt bleibt?

Eine unbehandelte Hypertonie kann gefährliche Langzeitschäden auslösen. Insbesondere Herz und Gehirn können schwere Schäden davontragen. Das Herz muss bei einer Hypertonie stets stärker gegen den hohen Blutdruck anpumpen. Dies führt zu einer chronischen Überbelastung, wodurch auch die Herzgefäße verengt werden. Dadurch wird das Risiko für einen Herzinfarkt massiv erhöht. Der Bluthochdruck schädigt außerdem Gefäße im Gehirn. Dies kann zu einem Schlaganfall sowie zu verminderter Leistungsfähigkeit führen.
 
Auch die Nieren können bei unbehandeltem Bluthochdruck Schaden nehmen. Dabei werden nämlich die entsprechenden Gefäße geschädigt, was zu Nierenversagen führen kann. Weiters können auch die Augen bei unbehandeltem Bluthochdruck betroffen sein und eine Erblindung zur Konsequenz haben. Schließlich ist die Durchblutung in den Beinen oft nicht ausreichend, wodurch das Gehen Schmerzen bereitet und es häufiger zu Krämpfen kommt.

 
Welche Therapiemöglichkeiten gibt es?

Arterielle Hypertonie kann auf verschiedene Weisen therapiert werden. Die unterschiedlichen Therapiemöglichkeiten können auch kombiniert werden.
 

Ein gesunder Lebensstil

Bei essenzieller Hypertonie bietet es sich zunächst an, den Lebensstil umzustellen. Insbesondere sollte dabei auf eine gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung geachtet werden. Der Salzkonsum sollte möglichst eingeschränkt und fettreiche Lebensmittel sollten vermieden werden. Anstelle davon sollte mehr Obst und Gemüse, Fisch und Vollkornprodukte gegessen werden. Zudem sind Joggen, Walken oder auch Schwimmen effektive Blutdrucksenker.
 

Medikamentöse Behandlung

In Kombination mit einer Umstellung des Lebensstils können in gewissen Situationen auch Medikamente angewendet werden. In schwereren Fällen ist eine medikamentöse Therapie unausweichlich. Welche Medikamente eingenommen werden sollten, hängt von individuellen Faktoren ab und sollte stets mit einem Arzt abgesprochen werden.

Eine Gruppe von Medikamenten, die oftmals verschrieben werden, sind ACE-Hemmer. Diese blockieren das Hormon Angiotensin, welches Bluthochdruck begünstigt. Angiotensin wirkt gefäßverengend, wodurch das Herz stärker arbeiten muss und der Blutdruck ansteigt. ACE-Hemmer verhindern, dass das Enzym, welches Angiotensin bildet, an den entsprechenden Rezeptoren andockt, wodurch die Antiogensinbildung unterdrückt wird.

Auch Betablocker werden gerne an Patienten mit arterieller Hypertonie verschrieben. Diese verlangsamen den Herzschlag und unterbinden die Wirkung von Stresshormonen wie beispielsweise Adrenalin. Bei Betablocker gilt es zu beachten, dass sie nicht plötzlich abgesetzt werden sollten.

Da Bluthochdruck durch eine Weitung der Gefäße gesenkt werden kann, können auch Kalziumantagonisten gegen arterielle Hypertonie eingesetzt werden. Durch die Weitung der Gefäße wird das Herz entlastet, wodurch sich der Blutdruck senkt.

Die Therapie mit Medikamenten ist meist effizient, kann jedoch auch Nebenwirkungen mit sich bringen. ACE-Hemmer etwa können einen Reizhusten auslösen. Betablocker können zu einer Verengung der unteren Atemwege sowie Kurzatmigkeit führen, weshalb sie für Asthmatiker nicht geeignet sind. Kalziumantagonisten können Hautausschläge sowie Schwellungen der Gelenke verursachen.

Diese drei Medikamentengruppen werden am häufigsten zur Behandlung von arterieller Hypertonie eingesetzt. Es gilt jedoch zu beachten, dass die medikamentöse Therapie einen gesunden Lebensstil nicht ersetzt.
 

Behandlung der Grunderkrankung

Die bisher genannten Therapien werden meist zur Behandlung der essenziellen Hypertonie eingesetzt. Bei der sekundären arteriellen Hypertonie sollte stets zunächst die zugrundeliegende Erkrankung behandelt werden. Falls diese Erkrankung unter Kontrolle gebracht wird, senkt sich der Blutdruck in der Regel. Sollte dies nicht eintreten, müssen andere Möglichkeiten mit einem Arzt besprochen werden.


Prophylaxe

Man kann arterieller Hypertonie auch vorbeugen. Dies kann beispielsweise durch einen gesunden Lebensstil erreicht werden, insbesondere durch eine salz- und fettarme Ernährung. Auch mittels mehr Bewegung im Alltag kann das Risiko für arterielle Hypertonie gesenkt werden.

Zudem bietet es sich an, regelmäßig den Blutdruck überprüfen zu lassen. Somit kann eine Erhöhung frühzeitig erkannt und bekämpft werden.
 

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