Chlamydien und Unfruchtbarkeit

Chlamydien und Unfruchtbarkeit

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Chlamydien stellen eine sexuell übertragbare Krankheit dar, die durch das Bakterium Chlamydia Trachomatis verursacht wird. Allein im Jahr 2013 kam es weltweit zu 141 Millionen Fällen, was diese Krankheit zu einer der am häufigsten auftretenden unserer Zeit macht. Während langfristige Folgen wie Blindheit und Arthritis mögliche Gefahren darstellen, ist es wichtig, den Zusammenhang zwischen Chlamydien und Unfruchtbarkeit zu verstehen. 
 

Wie verursachen Chlamydien Unfruchtbarkeit? 

Bei Frauen ist bekannt, dass Chlamydien sich auf die Gesundheit des Gebärmutterhalses auswirken. Es sollte zudem angemerkt werden, dass diese Krankheit nicht nur durch vaginalen Geschlechtsverkehr verursacht wird. Sie kann genauso gut über Oral- oder Analsex übertragen werden. Die Hälfte dieser Frauen wird sich mit einer Beckenentzündungskrankheit (PID) infizieren. Ein paar der damit einhergehenden Symptome sind: 

 

  • Empfindlichkeit und Schmerzen des Unterleibs 

  • Gelber oder grüner Scheidenausfluss 

  • Übelkeit, Fieber und/oder Erbrechen 

  • Schmerzhaftes oder häufiges Urinieren 

 

Diese Symptome schließen sich nicht gegenseitig aus und treten häufig gemeinsam auf. Was jedoch besorgniserregender ist, ist die Tatsache, dass bis zu 70 % aller Frauen keine Symptome aufweisen. Die Eileiter könnten sich entzünden, was Unfruchtbarkeit verursachen und zu großen Schwierigkeiten führen kann, schwanger zu werden.
 

Weitere Unfruchtbarkeitsrisikofaktoren 

Ungeachtet der möglichen Probleme mit der Gebärmutter und den Eileitern, haben Chlamydien und Unfruchtbarkeit noch eine weitere Beziehung zueinander. Die am weitesten verbreitete ist, wie sich die Krankheit bei Männern äußert. Eine Harnwegsinfektion kann sich manchmal auf die Hoden ausweiten. Das könnte eine Krankheit namens Epididymitis zur Folge haben, sollte es nicht sofort behandelt werden. Dies kann ebenfalls zu Unfruchtbarkeit führen. Zusätzliche Variablen, die sich auf die weibliche Fruchtbarkeit auswirken können, sind das Alter, Immunsystem und vorherige Erkrankungen an sexuell übertragbaren Krankheiten.
 

Chlamydien und die weibliche Fruchtbarkeit 

Unter Frauen oft als die „stille Epidemie“ bezeichnet, sind Chlamydien besonders gefährlich, da sie in den meisten Fällen keine Symptome aufweisen. Deshalb ist es wichtig, dass Frauen, die unter 25 Jahre alt oder sexuell aktiv sind, sich testen lassen, wenn sie einen neuen Partner haben. Obwohl die beste Möglichkeit, um das Risiko einer Infektion zu eliminieren, Abstinenz ist, hat das Verwenden von Verhütungsmitteln sich als positiv erwiesen, Chlamydien zu verhindern.
 

Können Chlamydien eine Eileiterschwangerschaft verursachen? 

Wenn ein Fötus außerhalb der Gebärmutter heranwächst (vor allem in den Eileitern), ist dies als ektopische Schwangerschaft bekannt. Das stellt für viele Frauen Grund zur Sorge dar. Aktuelle Studien haben gezeigt, dass es zwischen Chlamydien und Eileiterschwangerschaften einen Zusammenhang gibt. Die Entzündung, Verletzungen und Narben, die in den Eileitern durch Chlamydien entstehen können, können den Fötus darin stecken bleiben lassen. Es gibt zudem Beweise, die auf die Rolle der umgebenden Epithelzellen hinweist, die sich auf den inneren Wänden der Eileiter befinden. Da diese das Hauptziel der Chlamydieninfektion darstellen, wird davon ausgegangen, dass vor allem diese Schicht eine Eileiterschwangerschaft verursachen kann.
 

Symptome einer Eileiterschwangerschaft 

Im Folgenden zeigen wir drei Symptome auf, die üblicherweise mit einer ektopischen Schwangerschaft assoziiert werden:
 

  • Ein plötzliches Ausbleiben der Monatsblutungen (klinisch als Amenorrhö bekannt) 

  • Ein stumpfer Schmerz, der sich vom Unterleib bis hin zum Mittelbauch erstreckt 

  • Vaginale Blutung (die nicht mit einer normalen Monatsblutung einhergeht) 
     

Es wird davon ausgegangen, dass diese Art von Schwangerschaft zwischen 1-2 % aller Schwangerschaften ausmacht. Wir möchten noch einmal darauf hinweisen, dass bis zu 50 % aller Frauen gar keine Symptome aufweisen können. Wenn eine Eileiterschwangerschaft vermutet wird, führen Ärzte eine Ultraschalluntersuchung des Beckens durch, sowie einen blutbasierten Hormontest.  

Es gibt ein paar grundliegende Möglichkeiten, wie eine Eileiterschwangerschaft mit dem Chlamydia trachomatis Bakterium assoziiert werden kann. Da die Anzeichen und Symptome nicht in allen Fällen auftreten, sollten Frauen, die vermuten, dass sie mit einem infizierten Partner zusammen waren, sich so bald wie möglich auf Chlamydien testen lassen.