ESTRAMON Conti - Hormonpflaster gegen Wechseljahresbeschwerden

ESTRAMON conti

Hormonpflaster gegen Wechseljahresbeschwerden

Zusammenfassung


Wie wirkt Estramon Conti?

Estramon Conti ist ein Hormonpflaster, welches die Sexualhormone Estradiol und Norethisteron enthält. Sobald das Pflaster auf die Haut aufgeklebt wurde, beginnt die Freisetzung der Hormone aus dem Pflaster. Die Hormone werden über die Haut in den Blutkreislauf aufgenommen und gelangen somit in den gesamten Körper.
 

Dosierung

Jede Woche sollten zwei Pflaster verwendet werden, das heißt alle drei bis vier Tage sollte das Pflaster gewechselt werden.
 

Wie schnell wirkt Estramon Conti?

Die Wirkstofffreisetzung beginnt unmittelbar nach dem Aufkleben des Pflasters. Bis ausreichend hohe Wirkstoffspiegel im Körper aufgebaut sind und eine spürbare Verbesserung der Wechseljahresbeschwerden eintritt, dauert es in der Regel einige Wochen.
 

Was ist Estramon Conti und welche Vorteile hat Estramon Conti gegenüber der Einnahme von Hormonen in Tablettenform?

Durch die Anwendung als Pflaster kann der Wirkstoff über die Haut direkt in den Blutkreislauf der Patientin gelangen. Der Umweg über den Verdauungstrakt und die Leber, wie bei der Einnahme von Tabletten, entfällt. Dadurch können niedrigere Hormondosen verwendet werden und es werden in der Regel konstantere Hormonspiegel als bei der Tabletteneinnahme erzielt. Die Gefahr, dass die Einnahme von Tabletten vergessen wird, entfällt ebenfalls.
 

Wann kann man mit der Einnahme von Estramon Conti beginnen?

Der Beginn einer Therapie mit Estramon Conti kann erwogen werden, wenn typische Symptome der Wechseljahre vorliegen und ihr behandelnder Frauenarzt die Indikation für einen Therapiebeginn gemeinsam mit Ihnen gestellt hat. Wichtig ist insbesondere die Prüfung der Frage, ob Gegenanzeigen bestehen, aufgrund derer eine Therapie nicht erfolgen darf.
 

Wie oft muss das Estramon Conti Pflaster gewechselt werden?

Das Pflaster muss alle drei bis vier Tage gewechselt werden, da sich der Wirkstoffvorrat im Pflaster dann aufgebraucht hat.
 

Inhaltsstoffe

Wie heißt der aktive Wirkstoff in Estramon Conti?

Estramon Conti enthält die beiden weiblichen Sexualhormone Estradiol und Norethisteron. Das Pflaster ist in zwei Wirkstärken erhältlich. ESTRAMON conti® 30/95 Mikrogramm/24 h enthält 3,2 mg Estradiol (als Estradiol-Hemihydrat) und 16 mg Norethisteronacetat pro 20 cm2 (Matrixsystem). Es gibt pro Tag (24 Stunden) im Durchschnitt 30 Mikrogramm Estradiol und 95 Mikrogramm Norethisteronacetat ab. Das stärkere Pflaster ESTRAMON conti® 40/130 Mikrogramm/24 h enthält 4,32 mg Estradiol (als Estradiol-Hemihydrat) und 21,6 mg Norethisteronacetat pro 27 cm2 (Matrixsystem). Es gibt pro Tag (24 Stunden) im Durchschnitt 40 Mikrogramm Estradiol und 130 Mikrogramm Norethisteronacetat ab.
 

Welche Vorteile hat die Kombination der beiden Wirkstoffe Estradiol und Norethisteron in dem Präparat Estramon Conti?

Durch die Kombination der beiden Wirkstoffe in Estramon Conti können negative Effekte der Estrogentherapie, beispielsweise auf die Entwicklung der Gebärmutterschleimhaut, verhindert werden.
 

Behandlungsoptionen

Gibt es Alternativen zum Einsatz von Estramon Conti?

Es stehen weitere Optionen der Hormonersatztherapie zur Verfügung, beispielsweise die lokale Hormonapplikation mittels Cremes oder Gele, die Anwendung von Hormontabletten, Nasensprays oder in Form von Vaginalkapseln oder Vaginalringen mit Hormonwirkstoffen. 
 

Nebenwirkungen

Welche Nebenwirkungen hat die Therapie mit Estramon Conti?

Es kann  zum Auftreten folgender Nebenwirkungen kommen:

  • Kopfschmerzen
  • Reaktionen an der Applikationsstelle
  • Brustschmerzen
  • Spannungsgefühl in der Brust
  • Schmerzhafte Monatsblutung (Dysmenorrhoe)
  • Störungen der Regelblutung
  • Depressionen
  • Nervosität
  • Schnelle und häufige Änderung der Stimmung
  • Stimmungsschwankungen
  • Schwindel
  • Schlaflosigkeit
  • Übelkeit
  • Bauch (aufgetrieben)
  • Durchfall
  • Verdauungsbeschwerden
  • Blähungen
  • Bauchschmerzen
  • Akne
  • Hautausschlag
  • Juckreiz
  • Trockene Haut
  • Entzündliche Hautrötung (Erythem)
  • Rückenschmerzen
  • Schmerzen in den Extremitäten
  • Brustvergrößerung
  • Verlängerte Monatsblutung
  • Ausfluss
  • Unregelmäßige Vaginalblutung
  • Gebärmutterkrämpfe
  • Infektion (vaginal, entzündlich)
  • Gesteigertes Wachstum der Gebärmutterschleimhaut
  • Schmerzen
  • Kraftlosigkeit bzw. Schwäche
  • Ödeme der Extremitäten
  • Gewichtszunahme
  • Migräne
  • Schwindel
  • Blutdruckerhöhung
  • Krampfadern
  • Erbrechen
  • Hautverfärbung
  • Brustkrebs
  • Anstieg der Leberwerte (Transaminasen)


Kann Estramon Conti eine Gewichtszunahme verursachen?

Estramon Conti kann zu einer meist temporären Gewichtszunahme führen. Dies ist bedingt durch die Wirkung der Hormone auf den Wasserhaushalt des Körpers. Allerdings konnte in Studien nachgewiesen werden, dass im weiteren zeitlichen Verlauf tendenziell ein leichter Gewichtsverlust unter Hormonersatztherapie im Vergleich zu Frauen ohne Behandlung in den Wechseljahren beobachtet werden konnte. Frauen sollten daher nicht aus Angst vor einer Gewichtszunahme auf die Durchführung einer Hormonersatztherapie verzichten.
 

Kann die Therapie mit Estramon Conti vaginale Blutungen auslösen?

Ja, unter der Therapie mit Estramon Conti kann es zu vaginalen Blutungen kommen. Sobald diese Beschwerden auftreten, sollten Sie unbedingt Kontakt mit Ihrem behandelnden Gynäkologen aufnehmen.
 

Fragen und Antworten

Darf man das Hormonpflaster Estramon Conti benutzen, auch wenn man nur vermutet, dass man Wechseljahresbeschwerden hat?

Hierzu sollte man den Kontakt mit einem Gynäkologen oder dem Hausarzt suchen, um gemeinsam abzuklären, ob tatsächlich Wechseljahresbeschwerden vorliegen.
 

Wer darf Estramon Conti nicht benutzen?

Bei Vorliegen folgender Erkrankungen oder Beschwerden darf Estramon Conti nicht benutzt werden:

  • Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
  • Bekannte oder Verdacht auf bösartige Tumore der Brust
  • Bösartiger Tumor (estrogenabhängig)
  • Verdacht auf bösartigen Tumor (estrogenabhängig)
  • Ungeklärte vaginale Blutungen
  • Gesteigertes Wachstum der Gebärmutterschleimhaut
  • Thromboembolische Erkrankungen
  • Erhöhte Neigung zur Thrombose infolge veränderter Eigenschaften von Blutzellen, Blutplasma, Blutströmung und Gefäßwänden
  • Gefäßverschluss durch Blutpfropf (arterielle Thromboembolie)
  • Schwere akute und chronische Lebererkrankungen
  • Erbliche oder erworbene Stoffwechselstörung (Porphyrie)


Wann beginnt Estramon Conti zu wirken?

Man kann davon ausgehen, dass sich eine Besserung der Symptome im Verlauf mehrerer Wochen bis Monate einstellt.
 

Um was für eine Therapie handelt es sich bei Estramon Conti?

Estramon Conti ist ein Hormonpflaster, welches eine Kombination aus den weiblichen Sexualhormonen Estrogen und Gestagen enthält. Jede Tablette Cliovelle enthält als aktive Wirkstoffe das Estrogen Estradiol und das Gestagen Norethisteron. Durch die kontinuierliche Freisetzung der Hormone aus dem Pflaster kann mit 2 Pflastern pro Woche eine ausreichende Hormonzufuhr erreicht werden. Estramon Conti ist in zwei verschiedenen Wirkstärken erhältlich.
 

An welchen Körperstellen darf man Estramon Conti aufkleben?

Estramon Conti sollte nur auf saubere, fettfreie, trockene und unverletzte Haut aufgeklebt werden. Anschließend sollte das Pflaster mit Kleidung bedeckt werden. Es sollte 3-4 Tage auf der Hautstelle verbleiben. Jedes Pflaster sollte auf eine andere Hautstelle geklebt werden. Eine für das Aufkleben günstige Körperstelle ist die hintere Hüftregion, wo sich die Haut wenig faltet. Das Pflaster darf nicht auf die Brüste oder in deren Nähe geklebt und nicht über längere Zeit der direkten Sonneneinwirkung ausgesetzt werden, da es sonst zu einer verstärkten Freisetzung der Hormone in die Blutbahn kommen kann.