Die Penispumpe als gute Alternative bei Erektionsstörungen?

Ist die Penispumpe eine gute Alternative bei Erektionsstörungen?

Vor- und Nachteile

Für die Behandlung erektiler Dysfunktionen gibt es diverse Möglichkeiten. Eine davon sind sogenannte Penispumpen. Doch wirken diese wirklich?

 

Was sind erektile Dysfunktionen und wann kann eine Penispumpe helfen?

Erektile Dysfunktion ist ein Problem, von dem viele Männer betroffen sind. Obwohl die Mehrheit der Betroffenen über 50 Jahre alt ist, kann das Problem auch junge Männer betreffen. Bei erektiler Dysfunktion kann der Mann keine Erektion bekommen, oder sie nicht über die Dauer des Geschlechtsverkehrs aufrechterhalten.

Erektile Dysfunktionen können psychische Ursachen haben, die Mehrheit allerdings ist physisch bedingt. Gewisse Erkrankungen wie etwa Diabetes können zu Erektionsstörungen führen, da das Nervensystem in Mitleidenschaft gezogen wird, und die entsprechenden Signale nicht an die korrekte Stelle im Körper gesendet werden. Häufig wird eine Erektionsstörung durch mangelnde Durchblutung verursacht. Hierbei kann es dazu kommen, dass nicht genügend Blut in den Penis strömt, oder das Blut zu schnell wieder abfließt. Dabei sind meist die versorgenden Arterien verkalkt, weshalb das Blut nicht richtig einfließen kann.

Es gibt diverse Behandlungsmöglichkeiten bei erektiler Dysfunktion. Viele davon sind medikamentös - diese Medikamente sind allerdings nicht für alle Männer geeignet. Insbesondere, falls zusätzlich noch andere Medikamente eingenommen werden müssen, können potenzsteigernde Medikamente unter Umständen gefährlich sein. Außerdem ist eine medikamentöse Behandlung für Männer mit gewissen Vorerkrankungen nicht möglich. Hier kann eine Penispumpe zum Einsatz kommen.

 

Wie funktioniert eine Penispumpe?

Bei einer Penispumpe handelt es sich um eine Unterdruckpumpe, welche zu einer natürlichen Erektion verhelfen soll. Die Pumpe wird dabei vor dem Geschlechtsverkehr über den Penis gestülpt. Der Zylinder sollte möglichst luftdicht am Genitalbereich angelegt werden. Danach beginnen Sie, zu pumpen – dies erfolgt entweder manuell oder elektrisch, je nach Modell. Durch diesen Vorgang wird ein Unterdruck erzeugt. Dadurch fließt Blut in den Penis und eine Erektion kann entstehen. Es ist dabei wichtig, dass Sie während des Pumpens einige kleine Pausen einlegen, damit das Blut kontinuierlich in den Penis fließen kann. Wenn das Glied die gewünschte Steife erreicht hat, wird die Pumpe ausgeschaltet, und ein elastischer Stauring über das Glied gestülpt. Dieser soll dabei helfen, die Erektion aufrechtzuerhalten. Dieser Ring ist oftmals in verschiedenen Größen bereits in der Packung enthalten. Probieren Sie für sich aus, welche Größe sich am angenehmsten anfühlt.

 

Vorteile einer Penispumpe

Durch das Aufkommen und die weite Verbreitung von potenzsteigernden Medikamenten wie Viagra oder Cialis hat die Penispumpe an Bedeutung verloren. Jedoch bietet sie nach wie vor einige Vorteile, die eine Anwendung interessant für Sie machen könnte.

Penispumpen können von Männern angewendet werden, die aufgrund gewisser Vorerkrankungen oder anderer Medikamente, die sie einnehmen müssen, keine potenzsteigernden Medikamente einnehmen können. Da die Pumpe lediglich mechanisch ist, kommt es nicht zu unerwünschten Wechselwirkungen. Außerdem ist die Penispumpe bei körperlichen Ursachen von Erektionsstörungen meistens effektiv.

Ein weiterer Vorteil ist, dass die Gesamtkosten etwas niedriger sind, als bei anderen Behandlungsmethoden. Eine einmalige Anschaffung reicht aus, um beliebig oft eine Erektion zu bekommen, weshalb diese Methode über eine längere Zeit hinweg wohl günstiger ist, als eine medikamentöse Behandlung. Die Pumpe kann auch in Kombination mit anderen Behandlungsmethoden verwendet werden, damit Sie die beste, für Sie passende Methode finden können. Durch die nicht-invasive, nicht medikamentöse Wirkungsweise der Pumpe weist sie auch ein geringeres Risiko in der Anwendung auf.

Die Penispumpe kann somit bei Erektionsstörungen Abhilfe verschaffen - auf effektive, nicht invasive Weise. Jedoch hat diese Behandlungsmethode, wie alle anderen auch, Nachteile.

 

Nachteile und Nebenwirkungen

Ein Nachteil der Pumpe gegenüber Medikamenten ist, dass sie oft langfristig eingesetzt werden muss, und viel Übung (und somit Geduld) erfordert. Während Medikamente sofort wirksam sind, kann es bei der Pumpe sein, dass man erst nach einer langen Zeit den Dreh raus bekommt, und die Anwendung einfacher wird. Ein weiterer Nachteil ist die mangelnde Diskretion. Vielen Männern ist es unangenehm, über ihre Erektionsschwierigkeiten zu sprechen. Medikamente können diskret und privat eingenommen werden, während man eine Pumpe nicht verstecken kann. Obwohl Erektionsschwierigkeiten nichts sind, wofür ein Mann sich schämen sollte, schrecken einige Männer davor zurück, offen eine mechanische Pumpe zu verwenden, wenn sie stattdessen diskret ein Medikament einnehmen könnten.

Neben diesen Nachteilen kann es auch bei der Anwendung der Penispumpe zu Nebenwirkungen kommen. Diese sind nicht direkte Nebenwirkungen im klassischen Sinne, sondern eher Folgen, die die Anwendung mit sich bringen kann. Insbesondere, falls der Druck nicht richtig dosiert ist, kann es zu Blutblasen, einer Verfärbung des Penis oder gar zu Blutstau kommen. Dies sind Hinweise darauf, dass die Anwendungen nicht korrekt erfolgen. Außerdem kann der Peniskranz anschwellen, oder es kann zu Taubheit im Glied kommen. Achten Sie daher stets auf eine korrekte Dosierung des Druckes. Gelegentlich kann es zu einem Kältegefühl im Penis kommen, welches jedoch meist unbedenklich ist.

 

Brauche ich ein Rezept für eine solche Pumpe?

Penispumpen sind nicht rezeptpflichtig. Sie kann jedoch von einem Arzt verordnet werden, falls Sie dies wünschen. Auch falls Sie bei der Anwendung Schwierigkeiten oder Fragen haben, können Sie Ihren Arzt um Rat fragen. Wenn Sie an Erektionsstörungen leiden ist es immer sinnvoll, einen Arzt aufzusuchen. Solche Dysfunktionen können ein Symptom für eine ernsthafte Erkrankung sein, weshalb die Ursache von Erektionsstörungen stets abgeklärt werden müssen.

Penispumpen können bei Erektionsstörungen tatsächlich hilfreich sein. Insbesondere für Männer, die aus diversen Gründen keine potenzsteigernden Medikamente einnehmen können, kann die Pumpe eine gute Alternative sein. Sie ist jedoch in der Anwendung nicht immer einfach und erfordert viel Geduld. Falls Sie eine Pumpe in Betracht ziehen, müssen Sie sich dessen bewusst sein. Lassen Sie sich nicht entmutigen!