Triglyceride: Wichtige Blutfette

Wie entstehen hohe Triglyceride?

Triglyceride dienen dem Körper als Energiereserve und gehören zu der Gruppe der Nahrungsfette, die früher auch Neutralfette genannt wurden. Es handelt sich dabei um natürlich vorkommende Fette, die wir mit der Nahrung aufnehmen. Ist die Konzentration der Triglyceride im Blut zu hoch, kann das jedoch eine ganze Menge Gefahren mit sich bringen.  Hier erhalten Sie Informationen rund um das Thema Blutfette, die Risiken erhöhter Triglycerinwerte und Behandlungsansätze.

 

Was sind Triglyceride?

Der Name “Triglyceride” stammt von dem Wort “Tri” (= drei) und “Glyceride”, was sich von der organisch chemischen Verbindung von Glycerin zu Fettsäuren ableitet. Triglyceride bestehen somit aus einem Glycerin-Molekül, das mit drei Fettsäuren verknüpft ist und den Körper mit Energie versorgt. Überschüssige Energie, die wir gerade nicht brauchen, wird dabei im Fettgewebe gespeichert, wo es unter anderem der Wärmeisolation dient. Außerdem werden die Nahrungsfette zur Aktivierung wichtiger Vitamine benötigt, damit diese ihre Funktion im Körper ordnungsgemäß übernehmen können.

 

Aufnahme von Triglyceriden 

Hauptsächlich werden Triglyceride über die Nahrung aufgenommen, beispielsweise in Form von Butter, Milchprodukten oder Wurst. Der Körper ist jedoch auch selbst in der Lage Triglyceride herzustellen. Dies geschieht vor allem in der Leber oder auch im Fettgewebe. Anschließend werden die Triglyceride im Darm weiterverarbeitet. Dort werden sie durch spezielle Enzyme (Lipasen) in Glycerin und Fettsäuren gespalten, wobei die Fettsäuren dort zur Energiegewinnung beitragen und die übrigen Stoffe in die Blutbahn gelangen.

 

Wie werden Triglyceride ermittelt?

Der Triglyceridwert kann von Ihrem Arzt durch eine Blutprobe bestimmt werden. Dabei sollten Sie möglichst 12-16 Stunden vor der Blutabnahme weder Alkohol konsumieren noch Nahrung zu sich nehmen, um den Wert nicht zu verfälschen. Die Bestimmung der Blutfettwerte erfolgt durch die Konzentration der Triglyceride im Blutserum.

 

Triglycerid-Normalwerte

Bei gesunden Erwachsenen liegt der optimale Wert bei weniger als 100 mg/pro Deziliter (dl), dabei spielt es keine Rolle, ob Mann oder Frau. Werte bis 150 mg/dl sind unbedenklich, wobei ab einer Konzentration von über 150 mg/dl von einem erhöhten Wert gesprochen wird. Ab 200 mg/dl Triglyceride im Blutserum ist der Wert zu hoch, was auch als Hypertriglyceridämie bezeichnet wird.  

 

Wie gefährlich sind hohe Triglyceride?

Ein erhöhter Triglyceridwert (Hypertriglyceridämie) kann zeitweise auch bei gesunden Menschen auftreten und muss nicht zwangsläufig ein Gesundheitsrisiko darstellen. Dennoch sollten Sie bei einem erhöhten Wert Ihre Blutfette regelmäßig durch Ihren Arzt überprüfen lassen.

Erhöhte Triglyceride weisen auf eine Fettstoffwechselstörung oder Übergewicht hin, können jedoch auch Symptome anderer Krankheiten, wie beispielsweise Nierenerkrankungen oder einer Schilddrüsenunterfunktion sein.

Sind weitere Laborwerte, wie z.B. das LDL-Cholesterin im Blut ebenfalls erhöht, steigt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Ist das sogenannte HDL-Cholesterin bei erhöhten Triglycerid-Werten zeitgleich erniedrigt, kann dies ein Anzeichen einer Gefäßverkalkung sein, der sogenannten Arteriosklerose.

Extrem erhöhte Werte (> 1000 mg/dl) können außerdem zu einer akuten Pankreatitis (Entzündung der Bauchspeicheldrüse) führen. Ihr Arzt wird daher nicht ausschließlich nach dem Ergebnis der Blutanalyse beurteilen, sondern darüber hinaus weitere Risikofaktoren, wie Diabetes mellitus, Rauchen, Übergewicht, Bluthochdruck oder familiäre Dispositionen zur Befundung hinzuziehen. Anhand dieser Faktoren kann er Ihre individuelle Situation und Ihr Risiko für mögliche Folgeerkrankungen beurteilen.

Nicht zuletzt können erhöhte Triglyceridwerte auch bei einer Schwangerschaft, Gicht, Morbus-Cushing, einem ungesunden Lebensstil mit zucker- und fettreicher Ernährung, Alkoholmissbrauch und der Einnahme bestimmter Medikamente auftreten.

Es empfiehlt sich daher stets, erhöhte Triglycerid-Werte von Ihren Arzt untersuchen zu lassen, um der Ursache auf den Grund zu gehen.

 

Folgen niedriger Triglyceride

Niedrige Triglycerid-Konzentrationen im Blutserum treten in Deutschland eher selten auf. Sie können ein Anzeichen von Mangelernährung, einer Schilddrüsenüberfunktion oder einer gestörten Fettaufnahme im Darm darstellen. Ebenso kann auch eine Überdosierung von Medikamenten, die eingenommen werden, um den Triglycerid-Spiegel zu senken, ursächlich für zu niedrige Triglyceridwerte sein.

 

Was kann man gegen zu hohe Blutfettwerte tun?

Ein ausgewogener, gesunder Lebensstil beeinflusst den Triglyceridwert in positiver Weise. Wenn Sie sich ausreichend bewegen, eine zucker- und fettreiche Ernährung meiden sowie Zigaretten- und Alkoholkonsum minimieren, können Sie erheblich dazu beitragen, Ihre Blutfettwerte zu senken. 

Sollten sich Ihre Werte langfristig nicht normalisieren, empfiehlt sich möglicherweise eine medikamentöse Behandlung. Besprechen Sie dies jedoch zuvor mit Ihrem Arzt, da auch andere Medikamente, wie z.B. zur Behandlung von Diabetes, Einfluss auf die Blutfettwerte haben können.

 

Medikamente

Bei sogenannten “Hochrisikopatienten” mit einem Wert von über 200 mg/dl Triglyceriden im Blutserum, kann laut Leitlinie eine medikamentöse Behandlung der Hypertriglyceridämie erwogen werden.

Unter Berücksichtigung weiterer Blutfettwerte und Ihrer individuellen Risikosituation, stellen dabei Statine die meist gewählte Form der medikamentösen Behandlung dar. Alternativ können auch Fibrate zum Einsatz kommen.

Jegliche Medikation zur Behandlung einer Hypertriglyceridämie sollten Sie jedoch zuvor mit Ihrem Arzt besprechen und dabei Risiko und Nutzen für sich abwägen. In jedem Fall wird jedoch zunächst die Modifikation von Ernährung und Lebensstil empfohlen.

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