Verhütung im Alter - Medzino

Verhütung im Alter

Wechseljahre - Verhütung am Ende der Fruchtbarkeit

Sex kennt kein Alter. Die Verhütungsmethode ist etwas sehr individuelles, dies ändert sich auch mit zunehmendem Altem nicht. Jedoch ändert sich der Körper und damit auch teilweise die Risiken einzelner Verhütungsmittel. Auch die Präferenzen mancher Frauen können sich mit zunehmendem Alter ändern. Erfahren Sie hier mehr über Verhütung im Alter.


Bis in welches Alter sollte man verhüten?

Die Fruchtbarkeit bei Frauen nimmt ab Anfang 40 stark ab. Zudem beginnt der Hormonspiegel zu schwanken und es kommt zu Zyklen ohne Eisprung. Jedoch kann auch in dieser Zeit noch eine Schwangerschaft eintreten. Daher ist es für Frauen über 40 wichtig zu verhüten, falls sie eine ungewollte Schwangerschaft verhindern möchten. Da jede Frau individuell ist, tritt die Menopause auch bei jeder Frau zu einem unterschiedlichen Zeitpunkt ein. Bei Manchen kann es mit 45 soweit sein, bei Anderen erst Ende 50. Deshalb ist es individuell verschieden, bis in welches Alter Frauen verhüten sollten.

Wichtig zu beachten ist, dass Alter nicht vor Geschlechtskrankheiten schützt. Im Gegenteil, Seniorinnen und Senioren sind eine besondere Risikogruppe für sexuell übertragbare Krankheiten. Vor solchen Krankheiten schützen Sie sich am besten mittels Barrieremethoden wie etwa Kondomen.


Hormonelle Verhütung

Das beliebteste Verhütungsmittel für Frauen ist nach wie vor die Antibabypille. Die meisten Pillen sind sogenannte Kombinationspillen, welche sowohl ein Gestagen wie auch ein Östrogen enthalten. Es gibt jedoch einige Debatten darüber, ob Antibabypillen für Frauen über 40 noch geeignet sind. Manche sagen, dass es kein Problem darstellt und dass Frauen gar nahtlos auf eine Hormontherapie gegen die Beschwerden der Wechseljahre umsteigen können. Allerdings ist diese Meinung nicht unumstritten. Dies rührt daher, dass das Risiko für Thrombosen steigt. Thrombosen können zu Herzinfarkten oder Schlaganfällen führen, weshalb man sich die Weiterführung der Pille gut überlegen sollte. Dies gilt insbesondere für Frauen, welche anderen Risikogruppen angehören, wie etwa übergewichtige Frauen oder Raucherinnen. Falls Sie sich nicht sicher sind, ob Sie mit der Pille fortfahren können, wenden Sie sich an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.

Als Alternative zur Pille kann es Sinn ergeben, auf die Minipille umzusteigen. Dies sind reine Gestagenpräparate und enthalten folglich kein Östrogen. Dies mindert das Risiko für eine Thrombose. Normalerweise sind Minipillen fast gleich effektiv wie Kombinationspillen, müssen jedoch immer zur genau gleichen Tageszeit eingenommen werden. Deshalb ist sie nicht für jeden Lebensstil geeignet.

Für viele Frauen scheint die Hormonspirale eine gute Alternative zur Antibabypille zu sein. Obwohl diese mit denselben Hormonen wie die Kombinationspille verhüten, ist das Thromboserisiko viel tiefer, da sie meist niedriger dosiert sind.


Andere Methoden

Falls Sie nicht hormonell verhüten möchten, oder aufgrund gewisser Risikofaktoren im Alter nicht mehr hormonell verhüten sollten, gibt es andere Methoden, die Sie in Betracht ziehen können.

Die wohl beliebteste nicht-hormonelle Verhütungsmethode ist das Kondom. Diese sind zwar nicht ganz gleich sicher wie die Pille, jedoch gänzlich ungefährlich. Allerdings können sie im Alter zu gewissen Schwierigkeiten führen, insbesondere, falls der Partner mit Erektionsstörungen kämpft.

Eine weitere Alternative ist die Kupferspirale. Diese ist vollkommen hormonfrei und wirkt durch die Abgabe von Kupferionen. Die Kupferionen hemmen die Beweglichkeit der Spermien, sodass sie nicht in die Gebärmutter gelangen können. Zudem verändert das Kupfer die Schleimhaut in der Gebärmutter, damit sich keine befruchtete Eizelle einnisten kann.


Abgeschlossene Familienplanung?

Falls Sie keine Kinder möchten, oder Ihre Familienplanung abgeschlossen haben, können Sie sich eine freiwillige Sterilisation überlegen. Dabei werden entweder beim Mann die Samenleiter durchtrennt, oder bei der Frau die Eileiter verklebt. Sterilisationen können nicht rückgängig gemacht werden, deshalb sollten Sie sich unbedingt sicher sein, bevor Sie diesen Schritt wagen.

Beachten Sie außerdem, dass Sterilisationen Sie nicht vor Geschlechtskrankheiten schützen. Diese können sich im veränderten Scheidenmilieu in den Wechseljahren besonders gut einnisten und können nur mit Kondomen verhindert werden.