Viagra und Alkohol – wie gefährlich ist das? - Medzino

Viagra und Alkohol – wie gefährlich ist das?

Erfahren Sie mehr zu den möglichen Nebenwirkungen!

Wenn Erektionsprobleme einem romantischen Abend im Wege stehen, liegt es oft nahe, die Stimmung mit einem Glas Wein aufzulockern. Dabei berichten einige Männer, dass sich die entspannende Wirkung kleiner Mengen Alkohol durchaus positiv auf die Erektionsfähigkeit auswirken kann. Wenn aus einem Glas jedoch viele werden, ist Vorsicht geboten.  

Insbesondere der gleichzeitige Konsum von Alkohol und potenzsteigernden Mitteln kann weitreichende Nebenwirkungen wie Kreislaufprobleme oder Herzrasen zur Folge haben. Wer dem Sexleben also mit Viagra auf die Sprünge helfen möchte, sollte grundsätzlich lieber auf Alkohol verzichten. 
 

Wie entstehen Nebenwirkungen?

Sowohl Alkohol als auch der Viagra-Wirkstoff Sildenafil haben einen blutdrucksenkenden Effekt, der sich bei gleichzeitigem Verzehr weiter verstärkt. Senkt sich der Blutdruck, kann dies insbesondere beim Aufstehen und Hinlegen zu Kreislaufproblemen führen. Wird nach der Einnahme von Viagra also Alkohol zu sich genommen, kommt es bei Betroffenen oft zu Schwindel, Kopfschmerzen oder Herzrasen.  

Grundsätzlich sollten Sie deshalb unbedingt einen Arzt konsultieren, bevor Sie potenzsteigernde Mittel mit dem Konsum von Alkohol kombinieren.
 

Alkohol und Impotenz

Wer über Erektionsprobleme klagt, sollte außerdem in Betracht ziehen, gänzlich auf Alkohol zu verzichten. Während mäßiger Alkoholkonsum eine entspannende Wirkung auf das männliche Geschlecht haben kann und so einer Erektionsstörung entgegenwirkt, kann erhöhter Alkoholkonsum langfristig zu Impotenz führen. Auch ohne die Wechselwirkung mit dem Viagra-Wirkstoff führt ein erhöhter Blutalkoholspiegel ab 0,4 Promille zu einer Belastung des Sexlebens. Das liegt vor allem daran, weil Alkohol das Nervensystem betäubt und so eine Erektion weiter erschwert oder gänzlich verhindert.

Der kontraproduktiven Wirkung von Alkohol liegt außerdem ein hormonelles Ungleichgewicht zugrunde. Eine durch regelmäßigen Alkoholkonsum geschädigte Leber ist nicht mehr dazu in der Lage, das weibliche Geschlechtshormon Östrogen im Körper abzubauen. Mangel an männlichen Sexualhormonen führt dann zu einer eingeschränkten Erektionsfähigkeit, obwohl sexuelles Verlangen verspürt wird. Werden nun zusätzlich potenzsteigernde Mittel eingenommen, verstärken sich die Nebenwirkungen und ein befriedigendes Sexleben rückt in immer weitere Ferne.
 

Erektionsprobleme und Alkohol - Zahlen aus Deutschland

Potenzprobleme treten bei deutschen Männern insbesondere nach dem 40. Lebensjahr auf. Circa 50 Prozent klagen über Erektionsschwierigkeiten. Erhöhter Alkoholkonsum ist dabei oft eine der Ursachen. Mehr als 20 Prozent der Männer in Deutschland nehmen ab dem 45. Lebensjahr riskante Alkoholmengen zu sich. Auch wenn der gemeinsame Konsum insbesondere innerhalb dieser Risikogruppe verlockend wirkt, empfiehlt es sich grundsätzlich, Viagra und Alkohol nicht ohne Absprache mit einem Arzt zu kombinieren.

 

Quellen

Kochen, Michael M. "Erektile Dysfunktion in der hausärztlichen Praxis-Online ZFA." 05 5.936 (2018): 13-13.

https://impotenz-selbsthilfe.org/potenzmittel-alkohol/

https://www.kenn-dein-limit.de/aktuelles/artikel/impotent-durch-alkohol0/

https://www.dkfz.de/de/tabakkontrolle/download/Publikationen/sonstVeroeffentlichungen/Alkoholatlas-Deutschland-2017_Auf-einen-Blick.pdf